Mammut Expedition North India
2018
Infos

Mammut Expedition in Nord Indien. Der indische Bundesstaat Himachal Pradesh liegt zwischen Kashmir und Nepal.

Ich hatte die Möglichkeit, für  Mammut Sports Group  eine Expedition als Fotograf und Filmer zu begleiten.

Im Fokus dieser Unternehmung standen die zwei Profi-Alpinisten Stephan Siegrist und Jonas Schild – beide im Mammut-Team und hervorragende Alpinisten & Sportkletterer. Im Zentrum stand die Produktion eines  Dokumentarfilms  über die gesamte Expedition.
Die Expedition stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Die lokale Crew welche vor unserer Ankunft bereits das Basiscamp eingerichtet hatten, waren leider im falschen Tal – auf der Südseite unseres grossartigen Ziels – Mt. Shiva oder auch Bahai Jar, wie er bei den Locals genannt wird.
In der Folge mussten wir das komplette BC wieder abbauen und ins Tal hinunter bringen. Das Problem hierbei war, dass nicht genügend Maultiere und Esel zur Verfügung standen. So mussten lokale Träger organisiert werden die uns behilflich waren. Bereits beim Abstieg wurden wir durch starken Niederschlag in Form von Schnee überrascht. So rasch sollte dies auch nicht ändern. Wir waren dann tagelang blockiert an unserem neuen Ausgangspunkt um in das richtige Tal (Nordseite des Berges) zu starten. Als die Sonne endlich wieder schien, konnten wir ins BC. Der Aufstieg war äusserst beschwerlich auf Grund des starken Schneefalls den wir bekommen hatten.
In den anschliessenden zwei Wochen schneite es jeden Tag weiter – die Verhältnisse wurden so schwierig dass es nicht mehr möglich war, sich in höheren Lagen zu bewegen. Die Gebirgshänge waren so stark geladen dass wir uns entschliessen mussten, die Besteigung von Mount Shiva abzubrechen.

Zurück in tieferen Lagen suchten wir schlussendlich nach geeigneten Tälern mit schönem Fels zum Sportklettern. In der Region Manali wurden wir schlussendlich fündig. Jobri Nala, ein wunderschönes Seitental mit viel Idylle und insbesondere guten kompakten Granit mit Risssystemen.

Hier konnten sich Stef und Joni so richtig austoben. Sie begingen etliche neue Touren im sog. Trade-Stil – also mobile Absicherungen mit Keilen und Friends (Rissklemmsegmente). Ein ganz besonderes Augenmerk gilt hier sicher Jonas Schild, als absoluten Riss-Spezialisten, mit seiner Begehung von „Bee or not to be“ – eine ca. 20m hohe, sehr überhängende Risslinie mit der Bewertung 8a+. Die Tour hat einen unglaublich harten Einstiegsboulder gefolgt von einer feinen Finger-Riss-Linie welche von den Fingern viel Tribut forderte.

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